Drei Tage Rom – Hochzeitsreise, mal anders: Teil 1

Jetzt wo es draußen so eisig und ungemütlich ist, denk ich oft an unsere Abenteuer in der Vergangenheit. Da gibts tatsächlich schon einiges, was wir erlebt haben. Und es fing schon am Tag nach unserer Hochzeit an… 😀

Wir haben am letzten September – Samstag 2012 geheiratet und sind am Sonntagabend zu einer eher spontanen Reise nach Rom aufgebrochen. Spontan deshalb, weil wir ein paar Tage vor Abreise erst erfahren haben, dass wir fahren konnten. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht in ein Flugzeug steigen mag und lieber am Boden bleibe. Das erschwerte die Sache ein wenig… so haben wir schließlich Zugtickets gekauft.

Unser Plan

Wir wollten an der Generalaudienz von Papst Benedikt teilnehmen und dort auch noch einen Segen für unsere Ehe erhalten. Das Lustige daran: Man sitzt dort im Brautkleid und Hochzeitsanzug! 😀 Möglich machte uns das “Triff den Papst”. Dazu erfahrt ihr im dritten Bericht mehr.

Sonntag, 30.09.2012

Sonntag Abend sind wir in Vilshofen an der Donau in den Zug nach München eingestiegen, von wo wir weiter fahren wollten nach Rom.

Um halb zehn waren wir in München Hauptbahnhof und suchten unseren Zug… Als wir ihn gefunden haben, staunte ich nicht schlecht. Der Zug war nämlich wahnsinnig lang. Dann such mal den Wagon, der auf deinem Ticket steht! Schließlich haben wir ihn gefunden und uns in ein Sechserabteil gedrückt. Puh, sehr eng.

Typisch deutsch

Die Fahrt… bzw die Nacht würde sehr eng und lang werden… Mit uns waren zwei amerikanische Schüler (wohl auf Europareise) und ein italienisches Pärchen im Abteil.
Einer der Schüler hatte die halbe Nacht sein Laptop auf dem Schoß und tippte an einer Arbeit und das italienische Pärchen streckte sich, als wären sie allein im Abteil. Auffällig war, dass alle weder ein Kissen, noch eine Decke dabei hatten, lediglich die Italiener ein kleines aufblasbares Plastiknackenhörnchen (wie ein Schwimmreifen). Wir dagegen waren vorbereitet und machten es uns, soweit es ging, gemütlich. Füße ausstrecken war nicht drin, denn dann hätten wir die italienischen Füße weg schieben müssen… Unsere Mitreisenden staunten über unsere Decke, als ob sie noch nie eine gesehen hätten und wechselten vielsagende Blicke. Wir hatten eine Tasche für Kissen und Decke separat gepackt und Feuchttücher zum Hände abputzen. Noch dazu einen Snack für zwischendurch. Alles was man so brauchen konnte im Handgepäck.

Am nächsten Morgen boten wir ihnen aus Höflichkeit einen Traubenzucker an, worauf die amerikanische Schülerin zum Kollegen sagte: “Germaaans?!”
Der Laptop – Tipper darauf: “Obviously!”
Oh man, Klischee erfüllt… Aber ich muss gestehn, lieber alles durchplanen und vorbereitet in den Urlaub fahren, als frierend und noch ungemütlicher die Nacht verbringen. Wie seht ihr das?

Endlich waren wir gegen halb vier, nach zweimal Umsteigen und längerem Marsch durch Rom in unserem Hotel angelangt. Endlich! Endlich! Endlich! Ich war fix und foxi… kurze Zeit zum Entspannen. Brautkleid und Anzug aus dem Koffer befreien, dass sie nicht mehr ganz so verknittern können und dann einen gemütlichen Spaziergang starten! Juhu!

 

Der erste Tag in Rom war letztendlich noch schön und entspannt. Vom Hotelfenster konnte man den Vatikan sehen, den wir am nächsten Tag besuchen würden. Gute Nacht, Rom!

 

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