Drei Tage Rom – Hochzeitsreise mal anders: Teil 3

Die vergangenen Tage in der italienischen Hauptstadt sind sehr schnell vergangen und der heutige Tag würde auch noch viel Aufregung bringen.
Heute findet die Generalaudienz auf dem Petersplatz statt, bei der wir ganz vorne sitzen würden – und zwar in Brautkleid und Anzug. 😀

Die Nacht war irgendwie nicht so gut und eigentlich war es noch viel zu früh, zum Aufstehen. Kurz vor halb sieben klingelte der Wecker. Letzte Sachen in den Koffer packen.

Nach einem kurzem Frühstück (jetzt wussten wir ja wohin) brauchten wir jetzt nur noch auschecken. Mit den Koffern wanderten wir dann die Strecke bis zum Pilgerbüro durch die Straßen Roms. Es dauerte etwa eine halbe Stunde, bis wir das Büro in der Via del Banco di Santo Spirito erreichten.

Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz

Irgendwie ein komisches Gefühl wieder ins Brautkleid zu schlüpfen. 😀 Und noch dazu, so auf den Petersplatz zu gehen…  Und so reihten wir uns schließlich in die Reihe der vielen Menschen mit den roten Tickets ein, die wir im Pilgerbüro erhalten hatten. Mit diesen Tickets bekamen wir einen Sitzplatz direkt vor dem Petersdom. Papst Benedikt war etwa fünfundzwanzig Meter von uns entfernt in einem Pavillon. In Deutschland war Feiertag, Tag der deutschen Einheit, also waren viele Deutsche auf dem Petersplatz versammelt. Wir saßen zwischen etwa 25 bis 30 anderen Brautpaaren aus aller Welt. Neben uns ein Brautpaar aus New York (mit FlipFlops und gelben Haargummi) und sogar ein anderes Brautpaar aus dem Raum Passau war dabei. Lustig! 🙂

Was mich sehr sehr ärgert: Ich hab doch tatsächlich meine Kamera im Pilgerbüro vergessen… so konnten wir nur mit unsren Handys ein paar Fotos machen… hilft ned. Aber es war unvergesslich!
Wir wurden von Papst Benedikt gesegnet, wenn auch nur von aus einiger Entfernung, denn an diesem Tag waren viele kranke Menschen angereist, die der Papst durch Handauflegung segnete. Aber es war auf jeden Fall eine schöne Zeit!

Nach der Audienz haben wir den vorderen Teil des Petersplatzes auf einem roten Teppich verlassen. Links und rechts viele Menschen, die uns noch Glückwünsche zugerufen haben. Ein sehr merkwürdiges Gefühl, als wäre man irgendein Promi…. 😀 Immer wieder Leute, die unbedingt mit uns Fotos machen wollten… darunter auch viele die meinem Mann die Kamera in die Hand gedrückt haben und mit mir ein Foto machen wollten… *lach* Des war so lustig!!! Das werd ich wirklich nicht vergessen… bei 20 mexikanischen, schwarz gekleideten Priestern stehen und meinen Mann sehen, der uns fotografiert… *kicherkicher* so lustig… unvergesslich…

Von Eis und Rom…

Zurück im Pilgerbüro wechselten wir wieder in “normale” Kleidung. Es war wirklich ein aufregender Vormittag gewesen. Bis Mittag spazierten wir durch die Straßen und auf die Plätze.

Nach Pizza und Pasta zum Mittagessen ging es weiter. Mein Mann wollte auf dem Piazza Navona die Gelateria finden, wo das Eis so gut sein soll. Aber das war gar nicht so einfach. Letztlich war er schon grantig und ist dann alleine losgezogen, um sie zu suchen. Er hat sie auch gefunden, aber es hat sehr lang gedauert, bis er wieder zurück gekommen ist. Ich habe derweil auf dem Piazza mit den Brunnen gewartet. Hier gibt es sehr viele Stände von Künstlern mit ihren Bildern. Ein wunderschöner und prunkvoller Platz. Natürlich bevölkert mit vielen Touristen…
Als mein Mann dann mit dem Eis zurück gekommen war, waren mindestens 20 Minuten vergangen. Und irgendwie schmeckte das Eis aus der anderen Gelateria, die wir gefunden haben, mindestens genauso gut…

Nach dem Eis und einer kleinen Pause am Brunnen machten wir uns auf den Weg zurück zum Pilgerbüro, das nahe an der Engelsburg liegt, wo wir unsere Koffer abholten. Zurück über die Engelsbrücke, die über den Tiber führt. Bald wir im Zug nach Hause sitzen und so genossen wir die letzten Stunden in der italienischen Hauptstadt.


Wir wollten noch etwas essen, bevor wir dann schließlich wieder zum Bahnhof aufbrechen sollten. So schnell verging die Zeit in Rom und wir hatten nur einen Bruchteil dieser tollen Stadt gesehen.

Dann war es soweit. Wir stiegen in den Zug… die Heimfahrt würde wesentlich gemütlicher verlaufen, als die Hinfahrt, denn wir haben ein Schlafabteil reserviert. Und tatsächlich konnten wir mehrere Stunden schlafen und hatten eine angenehme Bahnfahrt. In München wechselten wir den Zug und waren nach etwa 16 Stunden wieder zuhause angekommen.

Zeit für echte Abenteuer

Und jetzt begann das eigentliche Abenteuer: unsere Ehe.
Wenn ich zurück denke, was wir in diesen mittlerweile über fünfeinhalb Jahren erlebt haben, dann war die Fahrt nach Rom das erste von sehr vielen Abenteuern.

Eine Ehe ist nicht das Ziel einer Beziehung, nein, ich finde, eine Ehe ist ein Zwischenziel und auch ein Neubeginn.
Sie stellt uns vor viele Aufgaben, die wir gemeinsam bewältigen.
In diesen fünf vergangenen Jahren durfte ich meinen Mann viel besser kennen und lieben lernen. Ja, der Anfang war sehr holprig und gespickt mit Hindernissen, aber wir haben es gemeinsam geschafft. Nicht umsonst heißt es “in guten, wie in schlechten Zeiten”.Und ich bin glücklich und einfach überzeugt, dass ich in meinem Mann den besten aller Begleiter für mein restliches Leben gefunden habe!

Auf in neue Abenteuer! 🙂 Ich liebe Dich!

 

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