Tipps für fröhlich wachsendes Balkongemüse

  1. Wen haben wir denn da? Was kann ich auf meinem Balkon anbauen?

    Da gibt’s die, die brav in ihren Töpfen bleiben und andere, die alles in Beschlag nehmen…

    – Bei weniger Platz: Snacktomaten, Paprika, Schnitt- und Pflücksalate, Radieschen,…

    – Ein bisschen mehr Platz: zum Beispiel Gurken, Kartoffeln, Zucchini,…

    Vieles lässt sich einfach aus Samen ziehen.
    Hierfür braucht man ein bisschen mehr Geduld, wenn man dann aber ins leckere Gemüse beißt, kann man stolz auf die getane Arbeit und Mühe zurückblicken!
    Für die Ungeduldigen und diejenigen, die keinen Platz oder keine Zeit zum Säen haben: Es gibt natürlich auch die „fertigen“ Gemüsepflänzchen beim Gärtner oder dergleichen. Da hat man auch viel Freude damit! 😉

  2. Die richtige Würze!

    Was auch wunderbar funktioniert: Kräuter, zum Beispiel Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin oder Origano.

    Wir haben dieses Jahr auch Orangenminze mit dazu genommen. Die Kräuter wachsen ganz einfach über den ganzen Sommer auf dem Balkon in Töpfen und man hat alles frisch daheim.

  3. Wie ich groß und stark werde:

    Die richtigen Gefäße bringen mehr Ertrag und größere Früchte.

    – Für zum Beispiel Tomaten, Gurken, Paprika:
    Gut geeignet sind dafür Töpfe und Kübel mit einem Fassungsvermögen von mindestens 20 Litern.

    – Salate, Radieschen und Kräuter begnügen sich auch wunderbar mit Balkonkästen.

    Wichtig ist, dass man hierfür gute Erde verwendet, dann gibt’s keine bösen Überraschungen, wie kleine Tierchen in der Erde oder schlechten Wuchs der Pflanzen!

  4. Kraftfutter fürs Gemüse: Gemüsepflanzen haben Hunger!

    Darum ist der richtige Dünger eine wichtige Sache. Am Besten etwas Natürliches, ohne Chemie: Zum Beispiel Hornspäne, oder –mehl, Animalin oder, wenn man die Möglichkeit hat, Mist bzw. Dung vom Misthaufen (Pferdemist oder wenig Hühnermist).

    Bei chemischem Dünger isst man später auch die Chemie mit! Iiih…

    Damit die Nährstoffe auch nicht ausbleiben, immer wieder nachdüngen!

  5. Ein Plätzchen an der Sonne

    Der Standort ist oft entscheidend.

    Zum Beispiel brauchen Tomaten und Paprika ein sonniges Plätzchen, die durstigen Gurken dagegen bevorzugen eher den Halbschatten.

  6. Wasser bitte!

    Die Bewässerung des Balkongemüses ist viel wichtiger, als beim Gemüsebeet.

    Die Pflanzen brauchen mehr Wasser, da sie, im Gegensatz zu den Kollegen im Gemüsebeet, nicht mit ihren Wurzeln ausstrecken können.

    An heißen Tagen brauchen sie dann bis zu zweimal Wasserzufuhr.
    Gut ist es, wenn man unter die Töpfe Untersetzer nimmt, dann kann man morgens den Untersetzer auffüllen und muss in der Arbeit nicht Angst ums Gemüse haben!

    Gut und wichtig ist auch, wenn man mit dem Finger in der Erde testet, wie viel Feuchtigkeit noch in den Töpfen steckt… dementsprechend kann man sich mit dem Gießen richten.

  7. Gerüst für fleißige Kletterer

    Es gibt Gemüsepflanzen, die wollen hoch hinaus!

    Dazu gehören Tomaten und Gurkenpflanzen: Bei ihnen ist es ratsam, wenn man einen Stab, Tomatenstange oder ein Gitter im Topf bzw. am Topf anbaut.
    Wir haben unseren Gurken ein Regenrinnengitter hineingesteckt, das sie schon fleißig in Beschlag nehmen.

    Gurkenpflanzen klettern gerne auch an einer Wäscheleine entlang. Das ist uns schon mal passiert und wir hatten dann ein paar Gurken an der Leine, die wie längliche Lampions aussahen. Es empfiehlt sich bei den Gurken auch, mal um den Topf herum zu schauen. Oft kriecht die Pflanze über den Topf hinaus am Boden entlang und dann liegen halt auch mal Gurken rum! 😉

    Wer keinen Platz für Kletterer hat: Es gibt auch Gemüsesorten, die in Ampeln wachsen und, wenn auch weniger, Ertrag bringen.

  8. Blattläuse und andere fiese Untermieter:

    Der Vorteil beim Balkongemüse: Es gibt keine ekligen Schnecken… wäh…

    Dafür ist der warme und geschützte Platz vor allem auf dem Salat ein Paradies für Blattläuse!

    Das Gießen mit Brauseaufsatz auf der Gießkanne gefällt den Krabblern eher nicht so gut und sie verdrücken sich.
    Ameisen sind immer ein kleiner Hinweis auf Blattläuse. Die lieben nämlich den Honigtau, die Ausscheidungen der Läuse, und bringen ihre „Schäfchen“ immer auf die beste Weide, nämlich auf unseren saftigen Salat!
    Darum die kleinen Ameisenhirten gut beobachten und ihre Straßen, falls es sie gibt, verfolgen.

    Wichtig! Wenn man Pflanzenschutzmittel auf den Gemüsepflanzen verwendet, landet das auch automatisch im Gemüse! Und das Gift landet dann auch auf unserem Teller! Darum ist fachmännische Beratung in diesem Fall wichtig!

Mit diesen Tipps macht das Gärtnern auf dem Balkon auch Spaß und man kann schon bald das selbstgezogene Gemüse genießen!
Leckere Balkongemüse – Rezepte findet ihr in der nächsten Zeit hier! 🙂

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